Sinnliche Dominanz. Berlin. Zürich. FMTY.

A woman in a black latex dress and thigh-high boots sits on a stool in a dimly lit room with red ambient light. A kneeling person in minimal clothing rests their head on her lap while she gently places a hand on their shoulder. BDSM furniture, including a St. Andrew’s cross, is visible in the background.

Heart of the Dominatrix Dokumentarfilm

Großleinwand-Debüt mit Inanna Justice

Wann immer ich Inanna Justice, treffe, denke ich: Wie kann man so f*cking cool sein?

Wir haben uns erstmals auf einem BDSM-Festival in Paris getroffen und uns später während der Entstehung ihres Buches Heart of the Dominatrix, wieder vernetzt, in dem 21 Dominatrices aus aller Welt vorgestellt wurden. 2024 war ich dann bei ihrem Femdom France Event. Deshalb fühlt es sich besonders bedeutungsvoll an, im Dokumentarfilm Heart of the Dominatrix, vertreten zu sein, der Inannas Arbeit und ihre Kink-Philosophie erforscht. 

Der Film begleitet sie auf Reisen, in Sessions, Workshops, auf Filmfestivals und bei Events wie Femdom France, ebenso wie in den ruhigen, privaten Momenten dazwischen. In all diesen Situationen spricht sie über BDSM mit einer Klarheit, die sowohl geerdet als auch großzügig wirkt.

Ich tauche in Kapitel zwei auf, in einem Gespräch, das wir gefilmt haben, als sie für das SxTech Festival in Berlin war. Besonders gefallen hat mir, wie der Film kurze, aber intime Einblicke in ihre Sessions gibt, vor allem in ihren Einsatz von Berührung. Das ist eine Art zu spielen, die mit mir sehr resoniert. Und es gibt einen großartigen Workshop-Abschnitt, in dem unsere gemeinsame Freundin Madame Lule auftaucht. Die Workshopszenen sind sehr heiß!

Der Film zeigt außerdem, wie viel Arbeit Inanna über ihre Rolle als Dominatrix hinaus leistet. Sie ist Filmemacherin und Eventproduzentin. Der Dokumentarfilm gewährt einen Einblick in die Realität hinter erotischen und BDSM-bezogenen Produktionen und zeigt, was nötig ist, um mit Diskriminierung und logistischen Hürden umzugehen.

Einige Szenen haben besonders starken Eindruck bei mir hinterlassen. Die Tee-Service-Szene ist ästhetisch und fängt die Sinnlichkeit und Verletzlichkeit ein, die in Service steckt. Ein weiteres Highlight ist Midoris Definition von Kink, die wunderschön formuliert ist. Und die abschließende Playparty-Sequenz voller starker Frauen, die die Körper von Männern für ihr Vergnügen nutzen, ist meine Version einer idealen Welt. Ein kinky Matriarchat.